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Achtung, Öl-Automatik!
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Vergaser oder der Mischkammer muß dazu
provisorisch mit einer Blind-Schraube verschlossen werden, sonst läuft dort
Benzin aus!
Wenn alles in Ordnung ist, sollte das Öl schon nach deutlich
weniger als 5 Minuten zu tröpfeln beginnen; wenn nicht, Motor abstellen
und Fehler suchen!
Vor dem nächsten Versuch gießen Sie dann einfach,
nachdem der Motor läuft, 2 bis 3 ccm Öl direkt in den offenen Ansaugtrichter
des Vergasers.
Diese Schmierung reicht wieder für ein paar Minuten.
Ganz
wesentlich für eine ordnungsgemäße Funktion der Ölpumpe ist noch, daß die
Verbindung ihres Fördermengenhebels mit dem Gasgestänge (meistens ein Bowdenzug,
bei den ersten Junior auch ein Gestänge) wirklich spielfrei ist.
Das
bedeutet, auch die geringste Bewegung der Drosselklappe des Vergasers muß
sich unmittelbar auch dem Hebel an der Ölpumpe mitteilen!
Damit dies
erreicht wird, stellt man den Bowdenzug (oder das Gestänge) erst spielfrei
ein, nachdem die richtige Leerlaufeinstellung am Vergaser gefunden wurde!
Als
letztes bleibt noch der Öldruck- Kontrollschalter zu erwähnen.
Wie der
Name schon sagt, gibt er Auskunft über den Öl-Druck und nicht, wie fälschlicherweise
oft angenommen wird, über die Öl-Fördermenge, geschweige denn, den Öl-Vorrat!
Das
Wissen um diesen Zusammenhang kann vor folgenschweren Motorschäden bewahren!
Der Kontrollschalter befindet sich unmittelbar angeflanscht an den Pumpenausgang
vor der Öl- Leitung. An ihn angeschlossen ist die elektrische Leitung zur
Kontrollampe am Armaturenbrett.
Wenn die Lampe bei laufendem Motor erloschen
bleibt (oder im Leerlauf ab und zu kurz flackert) herrscht ein genügend
großer Öldruck am Anfang der Förderleitung.
Dieser Öldruck baut sich
aber auch z.B. bei einer irgendwo verstopften oder abgeknickten Leitung
auf, solange nur Öl im Vorratsbehälter und die Pumpe funktionstüchtig ist!
Das
gleiche passiert bei großer Kälte und zu zähflüssig gewordenem Öl.
In
beiden Fällen gaukelt die Kontrollampe ein funktionierendes System vor,
obwohl der Motor keine Schmierung erhält...
Hierin erklärt sich also
zusätzlich, wie es speziell in den kalten Wintern der 60iger Jahre bei den
damals neuen und gewöhnungsbedürftigen Frischöl Automatiken zu so vielen
Motorschäden kommen konnte!
Der
besondere Tipp! Es gab übergangsweise
Ölpumpen, bei denen nachträglich parallel zu der eingegossenen Kennung R1
mit Schlagbuchstaben die Kennung R2, getrennt durch einen Schrägstrich,
angebracht wurde. Diese Pumpen wurden damals im inneren Aufbau werksseitig
auf den Stand der Nachfolge-Generation gebracht.
Da kaum damit zu rechnen
ist, daß heute oder in den vergangenen Jahren jemand sich die Mühe gemacht
haben wird, alte Ölpumpen betrügerisch zu manipulieren, kann man diese wie
'richtige' R2-Pumpen verwenden.
Es gab im Ersatzteilwesen der Auto-Union
auch kleine Blech-Plättchen, die so an den Ölpumpen befestigt werden sollten,
daß damit der Leerlauf-Anschlag des Fördermengenhebels begrenzt wurde, um
eine größere Leerlauf-Ölfördermenge sicherzustellen.
Der Nachteil war
nur, daß hiervon die sogenannte Fördermengen Regelkurve im Teillastbereich
nicht beeinflußt wurde.
Bei der heutigen Nutzung der Fahrzeuge - wohl
fast ausschließlich im Sommer - kann man nach meiner Erfahrung (und anfänglichen
Skepsis!) durchaus mit dieser Lösung leben, ohne ernsthafte Schäden zu riskieren.
Fazit:
a) Die Ölpumpen ab der 2. Serie
(ab ...R2) arbeiten normalerweise zuverlässig und verschleißfrei. Nur die
geschilderten Rahmenbedingungen müssen stimmen! R1-Pumpen sollten aber besser
wenigstens mit einem Anschlagwinkel aufgerüstet werden!
b)
Der Fördermengen-Verstellhebel der Ölpumpe muß unbedingt spielfrei jeder
noch so kleinen Bewegung des Gasgestänges folgen!
c)
Die Öl-Leitung sollte vor Inbetriebnahme der Ölautomatik sorgfältig entlüftet
werden.
d)
Der Öldruck-Kontrollschalter sagt nichts über eine wirklich funktionierende
Öl-Förderung, oder den Füllstand des Vorratsbehälters aus!
Er zeigt nur
an, ob Öldruck am Pumpenausgang aufgebaut wird, und nicht, ob Öl am Vergaser
ankommt...
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Sollten Sie Probleme mit Ihrem Wagen haben, helfe ich Ihnen gern weiter!
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Die
Frischöl-Automatik (nebenbei erwähnt eine >BOSCH<- Entwicklung!) hat
bei vielen DKW-Fahrern einen - gelinde gesagt - zweifelhaften Ruf, der allerdings
auch ein wenig an eine 'Dolchstoß- Legende' erinnert!
Es heißt allgemein,
die Pumpe tauge nichts, man könne ihrer Funktion nicht vertrauen und sie
sei am besten immer stillzulegen bzw. auszubauen...
Schon zu Bauzeiten
der AU1000(S/SP) und DKW F11/12 wären reihenweise die Motoren durch mangelnde
Schmierung infolge einer versagenden Ölpumpe kaputtgegangen.
Nach
meiner Erfahrung muß man die oben zitierte Aussage allerdings sehr stark
relativieren!
Richtig ist, daß die erste Ausführung der Ölpumpen sehr
häufig zu den Motorschäden geführt hat, weil sie besonders im Leerlauf eine
äußerst geringe Ölfördermenge aufwiesen. Bei zunehmender Kälte, wenn also
sogar noch erhöhte Anforderungen an eine gute Schmierung des Motors gestellt
werden, ging wegen der größeren Zähigkeit des Öls die Fördermenge gegen
Null und die Motoren liefen fest.
Mit Einführung der zweiten Serie der
Ölpumpen wurde die Fördermenge im Leerlauf bis hin zum mittleren Drehzahlbereich
erhöht und die Probleme wurden weniger.
Zusätzlich wurde darauf hingewiesen,
daß ab etwa +5° Celsius statt des sonst vorgeschriebenen Einbereichsöls
20W20 nun vorgemischtes selbstmischendes Zweitaktöl in den Vorratsbehälter
zu füllen sei, welches bekanntlich wesentlich dünnflüssiger ist.
Im Notfall,
bei überraschend eintretender Kälte sollte wenigstens das 20W20-Öl mit 10
bis 20% Benzin im Behälter verdünnt werden!
Bei einigen späten Modellen
(F12/65 und F102) wurde weiterhin eine an den Kühlkreislauf angeschlossene
Vorwärmung des Ölbehälters eingebaut. Über deren wirkliche Wirkung kann
allerdings spekuliert werden, da die 'Vorwärmung' wohl erst in Funktion
treten kann, wenn die gefährliche Kaltstartphase längst vorbei ist...
Wenn
Sie mit Ölautomatik fahren wollen, sollten Sie überprüfen, ob die bei Ihrem
Wagen eingebaute Ölpumpe zur ersten Serie (kritisch) oder zu einer der nachfolgenden
Generationen (unkritischer) gehört.
Erkennbar ist das anhand der auf
dem Pumpengehäuse eingegossenen Bosch-Nummer. Endet sie mit der Kennung
R1, sollten Sie sie gegen eine Ausführung R2 wechseln, oder wenigstens den
von DKW ehemals gelieferten Leerlauf-Anschlagwinkel
nachrüsten.
Damit wurde ebenfalls eine genügend große Öl-Fördermenge
bei niedrigen Motordrehzahlen gewährleistet.
Ist eine Pumpe mit der
Kennung R2 und folgende montiert, sollten Sie sie zwar auf Undichtigkeiten
kontrollieren (die Simmerringe der Wellen lassen sich auswechseln!), aber
Sie können sie unter Beachtung obiger Zusammenhänge wirklich bedenkenlos
betreiben.
Sofern die Ölautomatik - weil sie beispielsweise zwischenzeitlich
außer Betrieb war, oder weil sie zwecks Reparatur ausgebaut war - wieder
neu in Betrieb genommen wird, sollte die Öl-Leitung zum Vergaser oder der
Vormischkammer entlüftet werden. Andernfalls kann eine Luftblase in der
Leitung eine korrekte Ölförderung verhindern.
Die Entlüftung kann
am elegantesten mittels einer schnellaufenden Handbohrmaschine, in deren
Futter eine passende Keilriemenscheibe eingespannt ist, geschehen.
Ein
normaler Schmal-Keilriemen stellt dabei die Verbindung her. Beachten Sie
aber unbedingt die richtige Drehrichtung!
Die Öl-Leitung bleibt vergaser-
oder mischkammerseitig solange abgeschraubt, bis gefördertes Öl dort austritt.
Damit
dies nicht zu lange dauert, sollten Sie die Fördermenge der Pumpe durch
Vollgasgeben am Vergasergestänge (der Motor steht ja!) auf ihr Maximum erhöhen.
Anschließend wird die Leitung sofort wieder verschraubt und das war's schon!
Für
diejenigen, die keine Lust oder Möglichkeit haben, sich die oben geschilderte
Keilriemenscheibe für die Bohrmaschine anzufertigen, hier noch eine andere
Möglichkeit der Entlüftung.
Diese empfiehlt sich aber nur bei Motoren,
die entweder:
1.
noch über Gemisch aus dem Tank versorgt werden, oder,
2.
die zumindest nicht zusammen mit der Ölautomatik neu in Betrieb genommen
werden!
Vorgang:
Lassen Sie einfach den Motor mit leicht erhöhter Drehzahl (ca. 2000 bis
2500 Umdrehungen/min.) laufen und zwar wiederum solange, bis gefördertes
Öl aus der offenen Leitung tropft.
Gelaufene Motoren (laut Fall 2.)
vertragen das bis zu 5 Minuten klaglos. Die Anschlußbohrung am